Mr. Krebs/ September 16, 2018

Die Tigers hatten eine Woche spielfrei und damit genügend Zeit, um sich auf das Derby gegen die Jets vom gestrigen Samstag vorzubereiten. Die Thuner hatten in der ersten Halbzeit alles im Griff, gaben aber in der zweiten Spielhälfte die Zügel aus der Hand.

Auf dem gegnerischen Terrain in Biel starteten die Tigers konzentriert in die Partie. Beim Kickoff konnten sie den Ball gleich erobern und den Drive anschliessend mit einem Touchdown Run durch Alex Schärer abschliessen (BJ 0:8 TT; 2-Point good). Die Bieler muss kurz darauf punten, so dass die Tigers erneut in Ballbesitz kamen. Diesen Drive konnten die Thuner mittels Pass auf Noa Dietrich zum Touchdown abschliessen (BJ 00:14 TT; 2-Point no good). Nach einer Interception durch Timo Häsler kamen die Tigers gleich wieder in Ballbesitzt und bauten den Vorsprung mit einem weiteren Touchdown-Pass auf Noa Dietrich aus (BJ 00:20 TT; 2-Point no good). Nach diesem Touchdown endete das erste Viertel und es schien zu laufen für die Gäste aus dem Oberland. Direkt nach dem Seitenwechsel konnten zwar die Jets nach einem schönen Big Play mit einem Run den Anschluss-Touchdown erzielen (BJ 06:20 TT; PAT no good), doch Alex Schärer doppelte postwendend für die Tigers nach. Er erlief den nächsten Touchdown von der Mittellinie aus über 50 Yards (BJ 06:26 TT; 2-Point no good). Im anschliessenden Drive der Bieler konnte Timo Häsler erneut einen Ball abfangen und diesmal sogar gleich bis in die Endzone zum Touchdown tragen (BJ 06:34 TT; 2-Point good). Nach einem weiteren Punt der Jets konnten die Thuner kurz vor der Halbzeit noch den sechsten Touchdown erzielen. Diesmal war es der Spielmacher Silvano Romang selber, welcher den Ball aus kurzer Distanz in die Endzone trug (BJ 06:42 TT; 2-Point good).

Da der Vorsprung der Tigers nun grösser als 35 Punkte war, kam nach der Pause die sogenannte Mercy Rule zum Tragen. Dabei wird die Uhr nicht mehr angehalten, da davon auszugehen ist, dass dieser Rückstand nicht mehr aufgeholt werden kann. Die zweite Halbzeit dauerte also nicht lange und deswegen waren die Tigers sicherlich nicht traurig. In der Offense lief so gut wie nichts mehr und die Defense liess zu viele Big Plays zu, so dass die Bieler in jedem Viertel noch jeweils einen Touchdown erzielen konnten. Nichts desto trotz reichte der Vorsprung aus der ersten Halbzeit aus, um einen mehr oder weniger ungefährdeten 18:42 Sieg nach Hause zu bringen – allerdings mit einem blauen Auge. In einem knapperen Spiel könnte ein solcher Leistungseinbruch durchaus mit einer Pleite enden und so haben die Coaches auch in den kommenden Wochen noch einiges an Arbeit vor sich.

Nachdem die Hälfte der Spiele absolviert ist, liegen die Tigers punktgleich mit den Basel Gladiators und den Bern Grizzlies an der Tabellenspitze. Alle drei Teams haben jeweils ein Mal verloren und drei Siege auf dem Konto. Die Ausgangslage präsentiert sich also spannend. Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag. Dann treten unsere Jungs in Bern gegen die Basel Gladiators an.

GO Tigers!

Bericht von Mathias Krebs
Fotos von Lars Kauz

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