Doch wieder ?nur? 8-man

Unter sehr unterschiedlichen Vorzeichen empfingen die Thun Tigers am Ostersamstag die Geneva Seahawks zum zweiten Meisterschaftsspiel der Saison. Während die noch sehr unerfahrene Junioren-Mannschaft gegen den mit Amerikanern gespickten amtierenden Schweizermeister antreten musste, hofften die Aktiven, den Seahawks endlich einmal in einem regulären Spiel gegenüberzustehen.

Wie bereits vor zwei Wochen gegen Landquart konnten die Tigers Juniors nur 14 Junioren auf dem Matchblatt eintragen, was in einem 50-0 Forfait-Sieg für die Gäste resultierte. Trotz gutem Einsatz und einigen gelungenen Aktionen auf Thuner Seite, skorten die überlegenen Westschweizer einen Touchdown nach dem andern und gewannen das 8-Man Spiel deutlich.

Bereits während des Junioren-Spiels wurde klar, dass die Aktiven der Seahawks wegen Verletzungen und Abwesenheiten wieder nicht genügend Spieler für ein reguläres Spiel aufbieten konnten. So mussten die Tigers kurz vor dem Spiel noch die notwendigen Anpassungen für die 8-Man Variante vornehmen. Obwohl die Aussicht auf ein spannendes Spiel damit etwas verloren gegangen war, wollten die Thuner auch auf dem Rasen Revanche für die Niederlage der Junioren. Eigentlich hatte das Wetter an diesem Nachmittag bereits genügend Wasser zur Verfügung gestellt, nichtsdestotrotz legten die Oberländer los wie die Feuerwehr. Bereits im 2. Spielzug konnte WR Urs von Känel einen weiten Pass von QB Marcel Niklaus bis in die Endzone tragen und die 6-0 Führung erzielen. Auch die Defense wollte sich natürlich nicht lumpen lassen und zwang die Gäste sogleich zu einem Punt. Die gute Feldposition wurde anschliessend von der Offense nach zwei weiteren Spielzügen in die nächsten Punkte verwandelt. Die Entschlossenheit der Thuner Bemühungen nahm nun verständlicherweise etwas ab und die Seahawks kamen etwas besser ins Spiel. Während die Tigers Offense jedoch das Skore abwechslungsweise durch Pass- und Laufspielzüge weiter erhöhte, konnten die Westschweizer gegen die solide Verteidigungsarbeit trotz einigen Raumgewinnen keine Punkte erzielen. Einen kleinen Wermutstropfen gab es zum Schluss einzig für Special Teams Coach Marcel Trachsel, als er nach 13 ? inkl. Spiel gegen Vipers ? erfolgreichen Extrapointversuchen den Ball neben den Torpfosten vorbeisegeln sah, womit es beim inoffiziellen Endresultat von 41-0 für die Tigers blieb.

Die Tigers hoffen nun in den nächsten zwei Wochen endlich auf besseres Wetter, damit sie auf dem Rasen trainieren und sich so besser auf den NLA-Absteiger Landquart Broncos vorbereiten können. Die bisherigen Resultate der Bündner lassen erahnen, dass ein hartes Stück Arbeit, aber auch ein spannendes Spiel erwartet werden darf, da beide Teams über eine gesunde Mischung an sehr jungen Spielern und einigen etwas älteren Hasen verfügen. Die Thun Tigers freuen sich auf zahlreiche Zuschauer und lautstarke Unterstützung am 30. April 2006 ? dieses Mal wieder wie gewohnt auf dem Steffisburger Eichfeld.
R.B. 17.4.06

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