Glückloses Kräftemessen mit dem Leader

Thun_Tigers_A-20[1]Nachdem die Thun Tigers ihre ersten beiden Heimspiele im neuen Stadion relativ deutlich gewonnen hatten, strebten sie gegen den aktuellen Tabellenersten, die Owls aus Lausannne, einen weiteren Heimsieg an. Die Rahmenbedingungen waren einmal mehr optimal: Zahlreiche Zuschauer hatten den Weg ins Lachenstadion gefunden, der gute Zustand des Terrains überraschte nach dem nassen Wetter der letzten Wochen positiv und für einmal hielt sich sogar der Regen für eine Weile vornehm zurück.
Zu Beginn des Spiels marschierte der Angriff der Thuner zielstrebig voran. Nach ein paar ansehnlichen Runs konnte RB Roland Andrist einen präzisen Pass von QB Nicolas Leibundgut sicher fangen und übers halbe Feld in die gegnerische Endzone tragen. Mit einem verwerteten Extrapunkt gelang es den Platzherren früh, 7-0 in Führung zu gehen. Die Verteidigung der Tigers startete im Gegenzug etwas verhalten und musste den Gästen immer wieder grössere Raumgewinne zugestehen, so dass diese bald zum 7-7 ausgleichen konnten.
Im Wissen darum, dass Punkte auf die Anzeigetafel gebracht werden mussten, übernahm wieder die Offense der Tigers das Feld. Erneut gelang es, den Ball konstant in Richtung Endzone der Owls zu bewegen, auf den letzten Metern fehlte jedoch von da an jegliches Glück. So beendete der Middle Linebacker der Gäste den Drive der Tigers mit einer Interception in der eigenen Endzone. In der Folge kam die Defense des Heimteams besser in Fahrt. Mehrere Male stoppte sie die Gäste aus dem Waadtland, welche dennoch vor der Pause vor allem dank dem beinahe fehlerfreien Passing Game ihres amerikanischen QBs den Spielstand auf 14-7 erhöhen konnten.
In der zweiten Halbzeit versuchte der Angriff der Tigers mit allen Kräften, das Spiel zu drehen. Mehr als einmal stiess das Heimteam in die Red Zone, also die letzten 20 Yards vor der Endzone des Gegners, vor, dort beendeten aber weitere Interceptions und zahlreiche unnötige Strafen jeweils die Thuner Drives ohne zählbare Resultate.
Ihre Verteidigung, welche nun definitiv im Spiel angekommen war und einige sehenswerte Aktionen verbuchen konnte, hielt die Berner Oberländer lange Zeit im Rennen. Sie musste dem aktuellen Leader der Liga B in der zweiten Spielhälfte nur noch einen Touchdown zum 21-7 zugestehen. Die Offense der Tigers kämpfte jedoch dermassen glücklos, dass ihr keine weiteren Punkte mehr gelingen wollten. Auch wenn die Defense der Owls eine solide Partie spielte, konnte das Heimteam immer wieder Raumgewinne verbuchen und weit in die gegnerische Platzhälfte vorstossen. Dort gerieten dann aber jegliche Angriffsbemühungen ins Stocken, so dass am Ende die Gäste aus dem Waadtland als Sieger vom Platz gingen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass definitiv mehr möglich gewesen wäre für die Tigers. Sie boten den Owls über weite Strecken als ebenbürtiger Gegner die Stirn, leisteten sich als ganzes Team aber eindeutig mehr Fehler als die Gastmannschaft. Dieser Umstand machte letztlich den entscheidenden Unterschied…
Nichtsdestotrotz gab es auch Positives: Einmal mehr zeigte die Thuner Defense eine starke Kollektivleistung, und einmal mehr bewies die Offense, dass sie produktiv sein kann. Nun gilt es für die Tigers am kommenden Sonntag in Luzern, mit viel Kampf und positivem Denken das Glück gegen die Lions wieder auf ihre Seite zu zwingen. Go Tigers!

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