Shutout im neuen Jersey

Nach der knappen Auswärtsniederlage zum Saisonauftakt in Lausanne zeigen die Tigers beim ersten Heimspiel der Saison eine starke Teamleistung und besiegen die Midland Bouncers aus Zug mit einem Kantersieg 47:00.

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Am Ostermontag traten die Thun Tigers zu ihrem ersten Heimspiel im Jahr 2015 gegen die Midland Bouncers an. Nebst der sportlichen Premiere – Zug stieg aus der Liga C auf und spielt die erste Saison in der NLB – gab es auch eine modische Premiere zu feiern. Zum ersten Mal spielten die Thuner in ihren brandneuen Jerseys, welche auf diese Saison hin mit Hilfe von Sponsor beosolar.ch GmbH beschafft werden konnten.

Bei bestem Frühlingswetter und gut gefüllter Tribüne, starteten die Tigers standesgemäss mit dem Kick Off und folgedessen mit der Defense ins Spiel. Die Verteidigungslinie hatte schon in Lausanne eine gute Leistung gezeigt und machte sofort klar, dass dies gegen Zug kein Bisschen anders aussehen würde. Bereits im ersten Drive musste der Zuger QB einen Sack von DE #66 Patrick Schmid hinnehmen und mit seiner Offense das Feld räumen, ohne viel Raumgewinn erzielt zu haben. Im ersten Offensedrive der Tigers, konnte man schnell feststellen, dass mit dem Inside-Runngame, welches gegen Lausanne noch recht gut funktioniert hatte, an diesem Ostermontag kein Blumentopf zu gewinnen war. Dies da die Bouncers die Box konstant zugestellt hatten und auch ihre D-Line einen sehr guten Job machte. Das Ganze ist für die Tigers jedoch noch lange kein Grund zur Verzweiflung. Dank der vielseitigen Offense hat man auf alles die passende Antwort parat. In diesem Fall hiess diese Pass, Pass, Pass. So arbeiteten sich die Tigers kontinuierlich Richtung Endzone und konnten schliesslich durch einen Sweep von WR #1 Nicolas Küng den ersten Touchdown des Nachmittags verbuchen. (PAT: Good, Tigers 7; Bouncers 0)

Nun übernahm wieder die Defense der Thuner, und obwohl den Zugern in diesem Drive mehr Yards gelangen als beim Vorangegangenen, konnten sie der überlegenen Tigers Defense keine Punkte abringen. Die nächsten drei Drives waren, aus offensiver Sicht, ziemlich bedeutungslos. Weder die Tigers noch die Bouncers konnten positive Yards erzielen. So gehört das nächste Highlight denn auch einem Verteidiger: MLB #33 Jonathan Jeitziner schnappte sich den Ball aus der Luft und konnte somit bereits seine zweite Interception im zweiten Spiel verbuchen. Gleich im ersten Spielzug des anschliessenden Drives liessen die Bouncers – vielleicht noch etwas geschockt durch die Interception – den Thunern doch etwas Platz zum Runnen. Dies nutzten die Tigers eiskalt aus: gute Blocks an der Line, ein schöner Vorblock von FB #99 Cyril Imadjane und der allseits bekannte Speed von RB #29 Mäni Hunziker führten zu einem 35 Yard-Touchdown für die Tigers. (PAT: Good, Tigers 14; Bouncers 0) Dies sollte auch der spätere Pausenstand sein. Bis zur Halbzeit drängten sich nämlich die beiden Verteidigungslinien ins Rampenlicht und liessen kaum mehr Yards zu.

Gleich nach der Pause fand die Thuner Offense zurück ins Spiel. Mit dem ersten regulären Spielzug der zweiten Halbzeit, brachte QB #7 Nicolas Leibundgut einen wunderschönen Pass auf WR #1 Nicolas Küng an, welchen dieser souverän fing und übers halbe Feld zum 80-Yard-Touchdown trug. (PAT: Good, Tigers 21; Bouncers 0) Nun waren die Tigers eindeutig im Spiel angekommen und liessen den Aufsteigern keine Chance mehr. Durch Touchdowns von WR #10 Urs von Känel, WR #87 Adrian Jüsy, TE #90 Marco Hofer und RB #29 Mäni Hunziker (2x PAT: Good, 2x PAT: no Good) sorgte die Tigers Offense für die 47 Punkte, welche schliesslich auf dem Scoreboard standen. Hierbei gilt es zu erwähnen, dass die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte, auf beinahe perfektes Passspiel von QB #7 Nicolas Leibundgut im Zusammenspiel mit seinen Receivern zurückzuführen war. Dieses Passspiel war jedoch nur dank der, vor allem in der zweiten Spielhälfte, sehr soliden Leistung der starken Jungs an der O-Line möglich, welche in solchen Spielberichten leider oft zu kurz kommen.

Während die Offense also munter punktete, liess die Tigers Defense nie Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Sie hatten die Offense der Bouncers stets fest im Griff und konnten – trotz einigen schönen Spielzügen der Zuger – jegliche Punkte bis zum Spielende verhindern. Extravagant in Szene setzen konnten sich auf der Defenseseite der Oberländer DL #50 Domi Müller mit einer Fumble recovery, OLB #88 Rolf Zybach mit einer Interception sowie einem Forced-Fumble, welcher durch WR #15 Clemens Balmer recovered werden konnte.

Endstand 47:00 – das Resultat spricht für sich. Die Tigers zeigten ein sehr starkes Spiel, jedoch gibt es immer noch mindestens einen Punkt, der verbessert werden kann oder verbessert werden muss. Zwischentiefs, wie die Offense im 2. Quarter eines hatte, kann man sich gegen Gegner wie Lausanne oder Genf nicht erlauben. Und somit wären wir bereits beim Ausblick in die Zukunft. Am kommenden Sonntag (14:00 Uhr, Lachenstadion Thun) erwartet die Tigers ein wegweisendes Spiel gegen die Geneva Seahawks. Diese konnten die Bouncers bei ihrem Auftaktspiel mit 46:13 besiegen und hatten letzte Woche spielfrei. Auch wenn es schwierig ist, eine Mannschaft nach nur einem Spiel einzuschätzen, werden die Genfer als Favorit in der NLB gehandelt und dürften somit ein enorm harter Brocken sein. Die Thun Tigers blicken dem Spiel mit Vorfreude und Überzeugung entgegen und werden alles daran setzen, die Footballschweiz zu überraschen und die Seahawks mit gestutzten Flügeln nach Hause zu schicken.

Auch für die Tigers Juniors verlief der Ostermontag erfolgreich. Gegen die Spielergemeinschaft der Midland Bouncers und Argovia Pirates gelang ihnen mit 43:00 ebenfalls ein Kantersieg. Somit hat die eigene Defense in der Saison 2015 noch keine Punkte zugelassen und die Offense hat gezeigt, dass sie gerne Touchdowns erzielt. Nach den beiden ersten Gegnern, welche erwartungsgemäss etwas schwächer waren, folgt am kommenden Sonntag (11:00 Uhr, Lachenstadion Thun) der erste wirkliche Prüfstein. Die Geneva Seahawks waren in den letzten beiden Jahren auf einer Augenhöhe mit den Tigers und die Direktbegegnungen fielen jeweils knapp aus – mal zu ihren Gunsten, mal zu unseren. Wenn also der Meistertitel verteidigt werden soll, muss am Sonntag auf jeden Fall ein Sieg errungen werden.

Bericht für die Tigers von Patrick Schiffmann

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